Verhandlungsdolmetschen

Abbildung Herr Hartmann von Fachübersetzungen Hartmann

Verhandlungsdolmetschen

Verhandlungsdolmetschen ist sehr anspruchsvoll, da man hier – noch mehr als z.B. beim Begleitdolmetschen – konzentrieren und das Gesagte genau wiedergeben muss. Mehr noch: In Verhandlungen muss man den Sinn verstehen, welches Ziel haben die Verhandlungen, was will der Vertragspartner, für den ich dolmetsche, erreichen, was steckt gegebenenfalls hinter dem, was gesagt wird und was ich zu dolmetschen habe. Als Dolmetscher in Verhandlungen muss man fachlich und sprachlich sehr sicher sein – nicht nur in der Fremdsprache, in die man dolmetscht, sondern auch in seiner eigenen Sprache.

Ich führe hier gern immer ein Zitat von Goethe an:

„Wer fremde Sprachen nicht kennt, weiß nichts von seiner eigenen.“

(Quelle: goethe.de)

Sprachliches Feingefühl beim Verhandlungsdolmetschen

So sollte man also auch Nuancen in der Sprache kennen, erkennen und anwenden können: Ich kann mich zum Beispiel an eine Situation erinnern, als man mich als jungen Dolmetscher für Russisch – gerade frisch von der Universität – zu Preisverhandlungen mit einem Abteilungsleiter bei einem bekannten (russischen) Werkzeugmaschinenhersteller mitnahm und der deutsche Exportleiter, der die Verhandlungen führte, zu dem russischen Verhandlungspartner sagte: „Sie wollen uns wohl über den Löffel balbieren?!“; mit solchen Redewendungen kann man einen noch nicht so erfahrenen Dolmetscher, der zudem nicht auf so etwas vorbereitet ist, ganz schön in Verlegenheit bringen, und an der Zornesröte, die dem russischen Verhandlungspartner dann ins Gesicht schoss, habe ich gemerkt, dass ich offenbar nicht die richtige Stilebene beim Übersetzen dieser Redewendung getroffen hatte.

– Dieses Beispiel aus meiner frühen beruflichen Praxis als Dolmetscher hat also gezeigt, dass man als Dolmetscher nicht nur fundierte Sprachkenntnisse, als Fachdolmetscher gute technische Kenntnisse und Kenntnisse des technischen Fachwortschatzes, sondern auch das entsprechende sprachliche Feingefühl haben muss, das man sich aber erst durch jahre- oder jahrzehntelange berufliche Praxis als Fachdolmetscher erwirbt.

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